Stellungnahme zu ÖKO-TEST Ergebnissen Mai 2019

Testergebnisse ÖKO-TEST Olivenöl 2019

BERTOLLI Natives Olivenöl Extra Originale im ÖKO-TEST Olivenöltest

In seiner jüngsten Ausgabe (Mai 2019) hat ÖKO-TEST die Resultate eines Olivenöltests veröffentlicht. Bei diesem wurden 20 Olivenöle sensorisch und teilweise auch chemisch-analytisch untersucht. ÖKO-TEST kritisiert dabei die nachgewiesenen Mineralölrückstände, sogenannten MOSH und  MOAH, bei der Hälfte der getesteten Olivenöle.

Für BERTOLLI steht der unbeschwerte Genuss und die Sicherheit unserer Konsumenten an erster Stelle. Deshalb haben wir in den letzten Jahren mehr als 20 Millionen Euro in die kontinuierliche Qualitätssteigerung seiner Olivenöle investiert. Um die hohe Qualität der Olivenöle von BERTOLLI stets sicherzustellen, setzt BERTOLLI an verschiedenen Punkten im Herstellungsprozess auf zahlreiche aufwändige Qualitätstests. In den vergangenen Jahren konnten BERTOLLI Olivenöle bei renommierten Olivenölwettbewerben viele Preise gewinnen. Sie zeugen vom jahrelangen Engagement im Namen unserer qualitätsbewussten Konsumenten.

Aus diesem Grund kommentieren wir den Artikel an dieser Stelle und möchten einige – unserer Meinung nach – irreführende Aussagen einordnen:

1. Mineralöl Rückstände in Olivenöl gefunden

MOSH (Gesättigte Mineralöl-Kohlenwasserstoffe) und MOAH (Aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe) sind zwei in Mineralöl vorkommende unterschiedliche Gruppen von chemischen Verbindungen. Ihr Auftreten in Lebensmitteln ist grundsätzlich unerwünscht, jedoch nicht komplett vermeidbar. Eine Untergruppe von MOSH beispielsweise, sogenannte mikrokristalline Paraffine, ist gar als Zusatzstoff für Lebensmittel zugelassen. Es dient als Überzugsmittel und kann zudem zur Oberflächenbehandlung von Obstsorten wie Melone, Papaya, Mango und Avocado eingesetzt werden.

Doch es kann auch während des Herstellungsprozesses zu einer Kontaminierung kommen. Eine Ursache dafür sind mechanische Maschinenöle, zum Beispiel beim Baumschnitt mit Kettensägen während der Ernte, bei mechanischen Baumrüttlern während der Ernte oder auf dem Olivenförderband bei der Olivenölproduktion. Weiterhin können kontaminierte Transportverpackungen wie Jute- oder Sisalsäcke für den Oliventransport zur Mühle dafür verantwortlich sein. Auch durch Umwelteinflüsse und Pestizidanwendungen können  Rückstände von Mineralöl ins Olivenöl gelangen.

Zu letzteren beiden Faktoren ist zu sagen, dass einerseits etwa reines Paraffinöl von der Europäischen Union als Pflanzenschutzmittel im ökologischen Landbau zugelassen ist und andererseits die chemischen Verbindungen MOSH und MOAH in der heutigen Umwelt überall vorkommen, etwa durch Abgase oder Kreuzkontaminationen, um nur zwei Faktoren zu nennen.

2. Unzuverlässige Testmethoden bei ÖKO-TEST zu Mineralöl in Olivenöl

Aufgrund ihrer chemischen Ähnlichkeit zu natürlich vorkommenden Kohlenwasserstoffen ist die Analytik von MOSH und MOAH gerade in Olivenölen sehr anspruchsvoll. Es konnte bisher nicht belegt werden, dass bislang zugelassene Testmethoden verlässliche Resultate liefern. ÖKO-TEST hat die Olivenöle nach DIN EN 16995 untersuchen lassen. Bei Ringversuchen zur Validierung dieser Testnorm lag die Messunsicherheit in der Analyse von MOSH und MOAH unter Vergleichsbedingungen bei 30 Prozent, resp. 40 Prozent. Entsprechende Vorsicht bei der Interpretation der vom ÖKO-TEST veröffentlichten Testresultate ist demnach geboten.

Daher erachtet BERTOLLI die derzeit einheitlich zugelassenen Testmethoden für MOSH und MOAH als unzuverlässig. Die mit diesen Methoden erzielten Analyseergebnisse sind weder ausreichend wiederhol-, noch vergleichbar und somit nicht wissenschaftlich belastbar. So hat BERTOLLI Rückstellproben des durch den ÖKO-TEST geprüften BERTOLLI Natives Olivenöl Extra Originale durch das renommierte, unabhängige Labor Eurofins Analytik GmbH in Hamburg mit derselben Prüfmethodik auf MOSH und MOAH analysieren lassen. Die ermittelten Werte für MOSH und MOAH waren deutlich niedriger im Vergleich zum ÖKO-TEST-Resultat.

3. Keine einheitlichen Grenzwerte – ÖKO-TEST Verfahren erscheint willkürlich

Eine weitere Schwierigkeit sieht BERTOLLI in der Tatsache, dass es zurzeit keine verbindlichen und international anerkannten Grenzwerte für MOSH und MOAH in Olivenölen gibt. Im Sinne des Verbraucherschutzes hat BERTOLLI sich daher freiwillig zur Einhaltung der vom BLL (Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V.) empfohlenen Grenzwerte für MOSH und MOAH verpflichtet. BERTOLLIs Versprechen ist es zudem, die MOSH und MOAH Werte in unseren Produkten soweit wie möglich zu minimieren.

4. Beeinträchtigung der Gesundheit ist nicht bewiesen

Ungeachtet dessen gilt, dass Panikmache nicht im Interesse der Verbraucher ist. Welche Auswirkungen MOSH und MOAH auf die menschliche Gesundheit haben, ist nicht abschließend geklärt. Die von ÖKO-TEST getroffene Aussage, dass einzelne Verbindungen der Gruppe Mineralölkohlenwasserstoffe krebserregend seien, ist wissenschaftlich nicht belegt. Das BfR (Bundesamt für Risikobewertung) schreibt, dass aus tierexperimentellen Studien bekannt sei, dass Mineralölgemische mit MOSH-Verbindungen zu Ablagerungen und entzündlichen Effekten führen können. Die Relevanz dieses Befundes für den Menschen sei jedoch noch nicht geklärt, so das BfR weiter. Zu MOAH schreibt das BfR, eine gesundheitliche Bewertung sei aufgrund der unzureichenden Datenlage nicht möglich.

Wir möchten Ihnen versichern, dass wir bei BERTOLLI die Sicherheit und Qualität unserer Produkte über alles andere stellen und uns weiterhin dafür einsetzen, Ihnen immer das bestmögliche Olivenöl zu liefern.