Natives Olivenöl extra erkennen mit dem neuen Wert „Harmonie“

Harmonie Wert für Olivenöl

Ein gutes Olivenöl ist zum Kochen unersetzlich. Dabei ist die Auswahl an Olivenölen groß. Nicht nur die Bezeichnungen sind unterschiedlich, von Oliventresteröl bis natives Olivenöl extra, auch der Geschmack ist grundverschieden. Wir zeigen Ihnen, worin die Unterschiede bei Olivenöl bestehen!

Welche Olivenölklassen gibt es?

Um das Olivenöl besser nach seiner Qualität einzuteilen, gibt es in Europa acht Güteklassen. Die Güteklassen wurden durch die europäische Verordnung 1234/2007 festgelegt. Dabei ist die erste Güteklasse das hochwertigste Olivenöl.

Die acht Olivenöl Güteklassen sind:

  1. Natives Olivenöl extra (auch Extra Virgin, Vierge Extra, Extra Vergine, Virgen Extra und Extra Virgem genannt)
  2. Natives Olivenöl
  3. Lampantöl
  4. Raffiniertes Olivenöl
  5. Olivenöl
  6. Rohes Oliventresteröl
  7. Raffiniertes Oliventresteröl
  8. Oliventresteröl

Im deutschen Einzelhandel gibt es jedoch nur folgende drei Olivenölklassen zu kaufen:

  • Natives Olivenöl extra (Güteklasse 1)
  • Natives Olivenöl (Güteklasse 2)
  • Olivenöl (Güteklasse 5)

Die drei Qualitätsklassen in deutschen Supermärkten

Natives Olivenöl extra ist das Öl der höchsten Güteklasse. Es ist ein kaltextrahiertes Olivenöl, welches im mechanischen Verfahren bei 27 Grad Celsius besonders schonend extrahiert wird.

Natives Olivenöl ist ebenfalls ein kaltextrahiertes Öl, jedoch wird dieses Öl meist aus der zweiten Extraktion gewonnen. Sie erkennen es auch an der kräftigen grünen Farbe.

Die Güteklasse „Olivenöl“ ist die niedrigste Qualitätsstufe im deutschen Einzelhandel. Olivenöl besteht aus einer Mischung von raffiniertem und nativem Olivenöl. Dabei ist das Mischverhältnis jedoch nicht fest vorgeschrieben. Das Öl ist geschmacklich neutral und wird deshalb auch gern zum Braten verwendet.

Die Güteklassen gelten auch für Bio Öle. Sollte ein Olivenöl als ein organisch angebautes Produkt verkauft werden, muss der Hinweis „Bio“ ebenso wie die Kontroll-Nummer auf dem Etikett vermerkt werden.

Wie werden die Olivenölklassen festgestellt?

Die Bestimmung der Güteklassen für Olivenöl ist in der Verordnung (EWG) Nr. 2568/91 der Kommission vom 11. Juli 1991 geregelt. Diese Verordnung gilt sowohl für die Produzenten, Abfüller als auch für die Vertreiber.

Die Bestimmung der unterschiedlichen Güteklassen von Öl erfolgt über zwei verschiedene Analysen:

  • Die Chemisch-physikalische Analyse und
  • die sensorische Prüfung (nur bei nativen Olivenölen).

Die chemisch-physikalische Analyse

Bei der chemisch-physikalischen Analyse wird das Öl auf 27 Parameter wie beispielsweise Gehalt an freien Fettsäuren, Wachse und Alkylester geprüft. Weicht ein Wert der Verordnung ab, so wird das Öl einer niedrigeren Güteklasse zugeordnet.

Die sensorische Prüfung

Die sensorische Prüfung wird nur bei nativen Olivenölen durchgeführt. Dabei testet ein vom Internationalen Olivenöl Rat (englisch: International Olive Council, kurz IOC) anerkanntes und zugelassene Panel (Gruppe von acht bis zwölf Olivenöl Testern) das Öl auf seine Attribute. Diese können fruchtig, bitter und scharf sein. Entsprechend der Ausprägung der Attribute werden Punkte verteilt. Für die Güteklasse „natives Olivenöl extra“ müssen alle 3 Attribute vorliegen.

Qualität des nativen Olivenöls extra

Die Qualitätsunterschiede innerhalb der Güteklassen, besonders bei dem nativen Olivenöl extra, sind sehr breit. Die Unterschiede liegen dabei besonders im Geschmack, Geruch und der Dauerhaftigkeit der Öle. Zudem gibt es auch Abweichungen im Anteil an Pflanzenstoffen.

Das deutsche Olivenöl Panel

In Deutschland ist das Deutsche Olivenöl Panel (DOP) mit Sitz in Nürnberg für die Bestimmung der Güteklassen zuständig. Es ist vom Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen, ebenso von der EU Kommission in Brüssel als auch vom IOC in Madrid amtlich zugelassen

Der Wert „Harmonie“ vom DOP

Die meisten Olivenöl Panels geben den Ölen meist nur die Deklaration als Urteil. Dabei werden weder die positiven noch negativen Eigenschaften erwähnt. Das deutsche Olivenöl Panel ist jedoch anders. Es stellt in seinem Bericht auch Auskünfte über die Intensität der Attribute dar. Zudem bestimmt das DOP auch den Harmoniewert des Öles nach einer selbst entwickelten und akkreditierten Methode.

Die Bewertung der Harmonie bzw. Ausgewogenheit dient dazu, neben der Klassifizierung des Öls nach der EU-Verordnung, die Qualitätsunterschiede mit einem Wert zu benennen. Der Harmoniewert wird bei allen Ölen getestet, die laut Paneltest die Mindestanforderungen an die beste Güteklasse erfüllen.

Die Methode berücksichtigt dabei viele verschieden Faktoren. Vom Verhältnis von Geruch zu Geschmack, über die Vielfalt und Intensität evtl. vorhandener grüner oder reifer Aromen, der Art und Intensität von Bitterkeit und Schärfe, dem komplexen Gesamteindruck sowie der Konsistenz und Dauerhaftigkeit. Auch die Geschmackserlebnisse der Öle fließen mit in die Bewertung der Harmonie mit ein.

Olivenöl Bertolli Originale ist harmonisch

Unser Olivenöl Bertolli Originale ist ein kaltgewonnenes und fruchtiges natives Olivenöl, welches mit seinem typischen Geschmack nach frischen Oliven jedes Rezept abrundet. Das Bertolli Olio extra vergine di Oliva „Originale“ wurde nicht nur von Deutschland Test als Testsieger im Olivenöl-Test ausgezeichnet, sondern auch vom DOP als besonders harmonisches Olivenöl eingestuft. Es eignet sich deshalb besonders für Salate und Dips aber auch zum Braten kann das Öl genutzt werden! Erleben Sie den Testsieger selbst!